UYCAs H-h26 Clubmeisterschaft 14.-15.8.2017

(Ein sehr persönlicher Bericht von h26-11)
Overtüre: Mein Neffe und seine Lisa sagen sie machen Alles; ich bräuchte nur steuern; so kommt es also, dass meine mehrjährige Abstinenz vom Regattasegeln – sinnvoll nach drei Bandscheiben OPs – gebrochen wird. Der RegattaSegelsatz und der Spi werden wieder aktiviert. Die Fock sieht sehr gut aus, das Groß ist nur im hinteren Bereich schön, der Spi – 1998 vermessen – ist immer schon recht wirkungsvoll gewesen. Alle Schoten und Trimmleinen werden überprüft. Beim Reinigen des Schmutzrandes an der Wasserlinie entdecke ich kleine Warzen, daraufhin reinigt Joe das ganze Unterwasserschiff. Beim Probebiegen des Mastes biegt er sich nur oberhalb des Vortags – eine Folge der Clubwarteeinstellung – also Lockerung der Unterwanten um je 1,5 Umdrehungen. Am Sonntag segeln wir dann in den Club; der Wind ist schwach und Spi setzen, shiften und bergen ist problemlos. Mein Anspruch auf Ergebnis ist die erste Hälfte, die Jugend natürlich nur Sieg.

Montag: Sonnenschein, neuer Melderekord 9 H und 7 h26. Der Ost-Wind ist kräftig, leichte Schaumkronen und ordentliche Schräglagen auf der Kreuz, der Ehrgeiz aller ist groß, denn bei vier Wettfahrten zwei Massenfrühstarts und sechs OCS – Disqualifikation nach Frühstart – zeigen, daß “Mit dem Messer zwischen den Zähne” gesegelt wird, obwohl die Sonderpreise per Los ermittelt werden. Meine Crew ist erstaunt, welche Manöver und wie knapp die Abstände im Startgetümmel sind, dafür ist aber ein sicherer Umgang mit dem Boot Voraussetzung. Auf der Kreuz haben wir gutes Tempo, aber etwas zu wenig Höhe, zum Ausgleich müssen wir bei den Wenden genügend Leeraum einplanen. Das Spibaumsystem und die Arbeitsaufteilung wird noch verbessert, aber unter Spi läuft es bestens – zwar mit etwas Glück – da es uns an der Luvtonne immer wieder gelingt – weil die Nachfolger sich gegenseitig behindern – den abdeckungsfreien Abstand herzustellen und uns damit voll auf das Segeln konzentrieren können. In der dritten Wettfahrt läßt sich an der Leetonne das Unterliek nicht mehr strecken – der Schuh am Schothorn hat sich in der Keep verklemmt; also kreuzen mit bauchigem Unterliek, durch mehr Twist und flacheres Top geht es mit diesem konträren Trimm besser als befürchtet; in der Pause vor dem nächsten Start war die Ursache erkannt; das U-Liek bleibt nun halt auch am 8erKurs straff. Es sollte nach einem vermeintlichen Traumstart anders kommen; auf der Startkreuz kommt das Schlauchboot – noch glauben wir es gibt Fotos – aber am Taferl steht auch unsere Segelnummer, Ende und heim, dafür sind wir als erste am Freibier. Ergebnis: mit 1 Punkt Rückstand 4/7 h26 und gesamt 6/16; den einen Platz wollen wir uns morgen noch holen. Wettfahrtleitung war tadellos, die Startlinie perfekt und herrlicher Segelwind.

Dienstag: strahlender Sonnenschein, etwas früher am Boot, eine Stopschraube in die Keep verhindert sicher das gestrige Unterlieksproblem. Obwohl beide Leewanten gestern losewaren, lassen wir die geringe Oberwantenspannung, da leichter Wind vorhergesagt ist; warten bis in den frühen Nachmittag, bis wir starten können. In der Startphase drängen wir zwei Luvboote ab und segeln nach rechts, unser direkter Gegner folgt uns in respektablen Abstand, zur Luvtonne sind wir fünfter, können aber die zwei H-Boote – die sich matchen – unter Spi einholen und an der Leetonne eine Innenposition und direkt danach – wie Florian Raudaschl am Traunsee – Leedurchbruch; so kommen wir zur Luvtonne in den Clinch mit Vera, die wir auch unter Spi ärgern; sie ist aber sowieso nach Yardstick vorne, daher nur mehr schnelles Segeln und das reicht auch im Yardstick vor den beiden H-Boote zu bleiben. Der leichte Wind bringt halt andere Schwierigkeiten: das Tempo im Boot zu halten, Rollwenden, alle Windrehungen positiv nutzen, auf Grund der langsamen Beschleunigung muß man halt viel konzentrierter segeln; aber das ist ja für alle gleich. Blacky ist unter allen Bedingungen – aber erst seit der 3. Wettfahrt – mit Abstand der Schnellste, Vera kämpft nun sehr erfolgreich und durch den Tripplsieg der h26 in der letzten Wettfahrt konnte Blacky auch den Gesamtsieg erreichen. Es gab teilweise beachtliche Positionsverschiebungen durch die letzte Leichtwind-Wettfahrt; aber gerade die hatten mehr Glück bei den Lospreisen. Deutlich erkennbar war der Leichtwindnachteil der motorisierten Boote, obwohl alle Wettfahrten nur zwei Runden waren konnte kaum die Yardstickvergütung wettgemacht werden. Dank an die Veranstalter mit tollen Flugpreisen und das delikate Abendmenu. lg mi
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