(c) RPC website: www.roundpalagruza.at

Roundpalagruza 2015

Bericht: Robert Kreuzer, am 22.04.2015

Biograd – Ugljan (bb.) – Dugi Otok/Golac (bb.) – Gate Biševo/Vis – Palagruža (bb.) – Mljet (bb.) – Korcula (stb.) -Hvar (stb.) – Biograd- c 380 sm – nonstop!

Die Route
Die Strecke führt über etwa 380 Seemeilen (700 km). Der Start erfolgt am Montag (6. April) vor der Marina Biograd. Danach geht es durch die Passage an der Nordspitze der Insel Dugi Otok zum Gate zwischen den Inseln Vis und Biševo.

Der Meilenstein des RPC ist jedes Jahr die Felseninsel Palagruža, die mitten in der Adria liegt. Der Rückweg beginnt mit den spannenden 70 Seemeilen Richtung Insel Mljet, es folgt der Kanal von Mljet, in dem fast immer wichtige Entscheidungen gefallen sind.

Vorbei an Korcula und Hvar führt die Route zwischen den Inseln Zirje, Kakan, Kaprije, Zmajan und Vrgada durch. Zielankunft ist beim Leuchtfeuer der dalmatinischen 5000 Einwohner Stadt Biograd.

(c) RPC website: www.roundpalagruza.at

Die Yachten
Technical Specifications

IMS Messbrief Bavaria 42match ORC Messbrief Bavaria 40S
Hull length: 12.46 m Hull length: 12.25 m
Waterline length: 11.00 m Waterline length: 10,75m
Beam: 3.74 m Beam: 3.96 m
Draught: 2.5 m Draught: 2.30 m
Displacement: 7400 kg Displacement: 8.140kg
Ballast: 2550 kg Ballast: 2.736kg
Engine: Volvo-D2 55 HP Engine: Volvo Penta Saildrive 38 PS

Das Team: v.r.n.l.
Peter Stefaner (NSA), Michael Thomann (Forelle Steyr), Martin Maier (SVR-Segeln), Michael Mayrhofer (WSCW), Robert Kreuzer (SCT), Helmut Winkelströter (IG-Segeln), Martin Schmidt (WSCW), Helmut Schmidt (WSCW).
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c) RPC/Amélie Chapalain
Kommentar – Mittwoch 8.4.2015
Round Palagruza Cannonball 2015, bereits 17 Schiffe im Ziel und die Stegparty läuft!

Nach nur ca. 51 Stunden und 49 Minuten auf offenem Meer war es am Mittwoch um 16:16 Uhr endlich so weit – die „58-Las Palmas“ (Skipper Peter Stefaner) durchfuhr als erstes RPC-Schiff die letzte Boje vor der Zieleinfahrt in Biograd! Bei optimalen Segelverhältnissen schaffte es die „ 66-Sydney“ (Skipper Hugo Seewald) um 16:23 Uhr auf den zweiten Platz, dicht gefolgt von „37-Easy Eleven“ (Skipper Christian Pfann), die den dritten Platz um 16:55 Uhr belegten. Die „61-Saint Martin“ (Skipper Wolfgang Lux) lief nur 90 Sekunden nach der „Easy Eleven“ in Biograd ein und sicherte sich somit den vierten Platz der diesjährigen Round Palagruza Cannonball.
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(c) RPC website: www.roundpalagruza.at

Es war ein unvergessliches Erlebnis:
Beim Start an der Luvboje in Führung,  in der ersten Nacht vorm Gate Vis auf Pos. 2 gerutscht,  danach auf Vorwindkurs bei Böen bis über 40 kn im Surf (max.  18,5 kn Bootspeed) wieder die Führung übernommen. Nach Ruderbruch (der Quadrant hat sich verabschiedet) ca. 2 1/2 Stunden mit Notpinne steuern – immer zu zweit, während Peter und Martin unter Deck versuchen, das Ding wieder in Gang zu bringen. Wenige Minuten vor Palagruza dreht sich das Steuerrad und wir an der Notpinne merken: Es funktioniert wieder!  Wir sind skeptisch, ob das auch alles hält…..

2 Halsen um Palagruza und wir stellen nach der Rundung fest, dass wir einen ca. 1m langen senkrechten Riss im Groß haben. Groß bergen, Baum ins Cockpit legen, Nähversuch, Klebversuch – mindestens 6 Stunden segeln wir ohne Groß. Die Konkurrenz naht, Seewald geht auf dem Weg nach Mljet in Luv in Führung und rundet vor uns in den Milinski Kanal rein. Es folgt hochspannendes Segeln mit mal viel, mal gar keinem Wind im Kanal und diversen Positionswechseln. Im Kanal erobern wir die Führung zurück, bei der Rundung von Korcula ist Seewald wieder vorn. Wir verfolgen ihn ca. 12 Stunden und machen schließlich einen Split bei Zirje. Beim Aufeinandertreffen im Kanal von Biograd gelingt es uns wieder in Führung zu gehen – das Ende ist bekannt.
Wir waren ein tolles Team, haben uns durchgebissen, unseren Kampfgeist trotz der Hürden bis zum Schluss aufrechterhalten.
Der Gesamtsieg – ein wunderschönes, denke für uns alle, unvergessliches Erlebnis. Danke, dass ich dabei sein durfte.
Robert Kreuzer

Impressionen:
Folgende Fotos – (c) RPC/Amélie Chapalain

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Folgende Fotos – (c) Michael Thomann

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